{"id":259,"date":"2017-02-11T11:02:43","date_gmt":"2017-02-11T11:02:43","guid":{"rendered":"https:\/\/strickwaerme.w3rkhof.ch\/wp\/?p=259"},"modified":"2019-08-31T22:32:57","modified_gmt":"2019-08-31T22:32:57","slug":"hilfsmission-in-como","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/togetherhuman.org\/en\/2017\/02\/hilfsmission-in-como\/","title":{"rendered":"Mission in Como, February 2017"},"content":{"rendered":"
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In Como halfen wir dem Team von Don Giusto mit materieller und finanzieller Unterst\u00fctzung, die schwierige Situation zu meistern. Sein Team versorgt dort seit Monaten Hunderte von Fl\u00fcchtlingen, die vor allem aus afrikanischen L\u00e4ndern kommen. Da die Schweizer Grenze f\u00fcr viele Menschen verschlossen ist und es t\u00e4glich zu fragw\u00fcrdigen Wegweisungen durch die Grenzwache kommt, sind viele Menschen in Como gestrandet. Ihre Versorgung ist oft schlecht, aber ihr wichtigstes Anliegen ist der Ruf nach offenen Grenzen.<\/span><\/p>\n<\/div>\n

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Vor Ort kann man erfahren, was es bei Fl\u00fcchtlingen mit dem Begriff „gestrandet“ auf sich hat. Viele von ihnen sind seit Jahren in Italien, warten auf Papiere, d\u00fcrfen nicht arbeiten und f\u00fchlen sich unn\u00fctz. Die italienische Sprache beherrschen viele von ihnen schon sehr gut, was zeigt, wie lernwillig viele von ihnen sind. Anstatt zu produktiven Mitgliedern der Gesellschaft zu werden, sitzen sie den ganzen Tag herum und langweilen sich. Der Italienische Staat ist mit der hohen Zahl an Fl\u00fcchtlingen \u00fcberfordert, die Schweiz l\u00e4sst nur wenige in oder durch das Land. Dass dabei eine illegale Praxis vom Grenzwachtkorps angewendet wird, haben wir zwar nicht selber beobachtet, aber von vielen Personen unabh\u00e4ngig voneinander geh\u00f6rt (Fl\u00fcchtlingen und Helfern vor Ort). Eigentlich muss das Staatssekretariat f\u00fcr Migration (SEM) einen Asylantrag pr\u00fcfen. Diesen kann das SEM ablehnen oder gutheissen. Die Abweisung von Menschen die Asyl beantragen wollen durch das Grenzwachtkorps, ist keine legale Praxis nach schweizerischem Asylrecht. Eine Helferin von Don Giusto erz\u00e4hlte uns, dass dies in den letzten Monaten h\u00e4ufig vorgekommen ist.<\/p>\n

Mit unserer Hilfslieferung von etwa 200-300 kg Kleidung und Strickwaren konnten wir einmal mehr physische und emotionale W\u00e4rme spenden. Dazu haben wir f\u00fcr 368.- CHF vor Ort einen Grosseinkauf an Lebensmitteln gemacht und das Team von Don Giusto mit einer Barspende von 2000 Euro unterst\u00fctzt. Dieses Geld wird er vor allem f\u00fcr die Suche nach mehr Wohnraum investieren. Unsere Gruppe wurde von einem TV-Team von RSI begleitet, das einen tollen Bericht<\/a> \u00fcber unseren Einsatz drehte und mithalf auf die unhaltbare Situation an der Grenze aufmerksam zu machen.<\/p>\n

Wir freuen uns, einen Beitrag zu der wichtigen Arbeit von Don Gusto und seinen Helferinnen und Helfern aus Italien und der Schweiz geleistet zu haben. Der Don wurde f\u00fcr sein grossartiges Engagement auch unl\u00e4ngst mit einem human rights prize<\/a> for his great commitment. Congratulations!<\/p>\n<\/div>\n