{"id":9076,"date":"2020-04-22T08:55:57","date_gmt":"2020-04-22T08:55:57","guid":{"rendered":"https:\/\/togetherhuman.org\/?p=9076"},"modified":"2020-04-22T10:43:54","modified_gmt":"2020-04-22T10:43:54","slug":"ueberfordert-oder-politisch-gewollt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/togetherhuman.org\/en\/2020\/04\/ueberfordert-oder-politisch-gewollt\/","title":{"rendered":"Fl\u00fcchtlingscamps in Griechenland: \u00dcberforderung oder politischer Wille?"},"content":{"rendered":"
Rashid Abed, Pr\u00e4sident von Together Human<\/em><\/p>\n\n\n\n Griechenland ist mit der hohen Zahl an Gefl\u00fcchteten \u00fcberfordert. Diese Aussage liest man h\u00e4ufig in Berichten \u00fcber die Zust\u00e4nde auf mehreren Inseln. Was ist wirklich dran?<\/strong><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n Seit Jahren fordern Menschenrechtsverteidiger, dass sich die Lage in den griechischen \u00abHotspots<\/a>\u00bb dringend verbessern muss. Ebenso lange berichten viele Medien, dass Griechenland durch \u00abdie Last der Fl\u00fcchtlinge \u00fcberfordert<\/a>\u00bb sei.<\/p>\n\n\n\n In den vergangenen Jahren habe ich in mehreren L\u00e4ndern humanit\u00e4re Projekte von Together Human (bzw. fr\u00fcher StrickW\u00e4rme) geleitet. In Griechenland und in Jordanien, die eine \u00e4hnliche Bev\u00f6lkerungsgr\u00f6se haben, war ich jeweils mehrmals vor Ort im Einsatz. Es zeigte sich, dass der Umgang mit Gefl\u00fcchteten sehr unterschiedlich gehandhabt wird.<\/p>\n\n\n\n Vergleicht man einige sozio\u00f6konomische Kennzahlen, wird deutlich, dass Jordanien trotz einer viel geringeren Kaufkraft (das j\u00e4hrliche Durchschnittseinkommen betr\u00e4gt nur etwa ein Viertel von demjenigen in Griechenland) die Aufnahme von Gefl\u00fcchteten deutlich erfolgreicher bewerkstelligt. Sind es in Griechenland knapp \u00fcber 90\u2018000 Fl\u00fcchtlinge<\/a>, die sich im Land aufhalten, geht ihre Zahl in Jordanien in die Millionen<\/a>. Die Zahl der Menschen in den f\u00fcnf Hotspot-Lagern auf Samos, Lesbos, Chios, Kos und Leros, die aktuell vor allem in der Kritik stehen, liegt bei etwa 40\u2018000 Menschen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n\u00dcberfordert oder politisch gewollt?<\/h2>\n\n\n\n
